Dienstag, 7. Februar 2012

Da bin ich....die Freifrau vom Mühlbach

Alleine bloggen ist doch langweilig,oder ?! Ehrlich gesagt, habe ich mir bis vor Kurzem darüber noch überhaupt keine Gedanken gemacht.... Genauer gesagt, war das "bloggen" bisher immer ein Buch mit sieben Siegeln für mich...Warum macht man das überhaupt und wie funktionierts ? Nun ja, dank Van der Kreet komme ich diesem "Geheimnis der modernen Kommunikation" so langsam auf die Spur...Nicht ganz unschuldig daran ist der gemeinsame Hang zum Schreiben, diskutieren und zu gutem Rotwein... Eine fatale Kombination, wie sich bald herausstellt, denn ehe man sich versieht, landet man als Gastblogger in "seinem Tagebuch"... Tja, jetzt hocke ich hier vorm PC und zermartere mir mein Hirn, grübele vor mich hin und frage mich, worauf ich mich da bloß eingelassen habe... 
"Freifrau vom Mühlbach"...Ein ziemlich passender Name,wie ich finde.... Aufgewachsen bin ich in einem Dorf mitten im Saarland und das "Eckchen", in dem mein Elternhaus steht, wird gemeinhin  "Millbach", also Mühlbach, genannt... Das "Millbach" bildete in meiner Jugend eine kleine geschlossene Gemeinschaft, was ich persönlich immer als sehr bereichernd empfunden habe... So ging man am Wochenende immer geschlossen in die in der "Hinnergass" gelegene Dorfkneipe ,in der Regel begleitet vom Kampfschrei:" `S Millbach läbt!" und schwankte auch des Nachts bzw. in den frühen Morgenstunden gemeinsam wieder Richtung Heimat. Auch spontane Feten mit anderen "Millbachern" waren keine Seltenheit, und auch diese endeten oft erst beim ersten Hahnenschrei. Bei einem dieser Anlässe wurde auch das bei "Millbachern" berühmt berüchtigte " Bier schwenken"  und "Kirschbaum trompeten" erfunden. Im Winter traf sich das muntere Völkchen auch oft zum gemeinsamen Rodeln mit allem,was die Küche so hergibt, also vom Backblech bis zur Mülltüte, an einer abschüssigen Straße. Ja, unbeugsam und kreativ, so sind wir "Millbacher". 
Mit 15/16 Jahren entdeckte ich  meinen Hang zur Mittelalter-und Gothicszene, gepaart mit politischem Engagement bei der Antifa, dem antifaschistischen Widerstand. Damals gehörten zu meinen hauptsächlichen Freizeitbeschäftigungen geheimnisvolle "Kellerpartys" bei düsterer und teilweise doch recht depressiver Musik, Kerzenschein und ziemlich philosophischen Diskussionen, der Besuch von diversen " finsteren" Konzerten und Festivals und der Besuch der damals angesagtesten Diskothek der Szene, dem "Heaven" in Saarbrücken. Das Kontrastprogramm dazu bildete die Teilnahme und Organisation diverser Demonstrationen gemeinsam mit der Antifa. Auf solchen Demonstrationen war ich dann durchaus mit Palästinenserschal und einer mit dem Antifa-Logo bestickten Jeansjacke anzutreffen. Teilweise verbrachte ich dann auch meine Wochenenden im "AZ", dem "Autonomen Zentrum" in Saarbrücken. Glücklicherweise nahmen meine Eltern diesen "Mischmasch" aus Punk und Gothic mit einer stoischen Gelassenheit hin, auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass sie von der musikalischen Beschallung aus meinem Jugendzimmer, mal die "Sisters of Mercy", mal "Slime" , wohl nicht gerade begeistert gewesen sind. 
Und heute ?  Die Partys sind längst nicht mehr so geheimnisvoll und finden in meinem Wohnzimmer statt, und die Dorfkneipe hat längst geschlossen...Aber gemeinsam rodeln tun die "Millbacher" immer noch....Und ich? Ich habe gerade meinen ersten Blogg fertiggestellt.....

Kommentare:

  1. Herzlich willkommen an Bord, liebe Freifrau. Lass es dir gut gehen und hau weiter in die Tasten.

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  2. Rotwein mit Schraubverschluss ist kein Zeichen von Qualität.

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    1. Deshalb nehm ich ja auch immer den mit Korken...;0)
      Gruß von der Freifrau :0)

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