Freitag, 13. Januar 2012

Ausländer

Wenn ich nach der Arbeit im Bus heimfahre, dann sehe ich Türken, Vietnamesen, Araber, Schwarzafrikaner, Deutsche dort sitzen. Ich sehe schöne Menschen, hässliche Menschen, dicke und dünne, große und kleine Menschen, glückliche und verzagte, muntere und müde Menschen, Junge und Alte. Quer durch die Nationalitäten und Hauttönungen.


Wenn zu mir einer sagt, ich mag Molschd nicht, weil da so viele Ausländer wohnen, dann verstehe ich ihn nicht. Warum? Es sind meine Nachbarn, die mein Gesprächspartner befremdlich findet, mit denen er nichts anfangen kann. Mir ist egal, wo meine Nachbarn oder ihre Eltern herkommen, Hauptsache, sie ärgern mich nicht. Und da kann ich mich nicht beschweren. Meine Nachbarn sind freundlich. Und das macht den Flair aus in diesem Kiez.

Was mich stört, sind die rollenden Diskos aus der Provinz, die mich um den Schlaf bringen und die den Zwischenraum zwischen meinem Fenster und dem meiner türkischen Nachbarn von gegenüber zu einer Lärmhölle machen.

Die Jungs aus dem Umland, mit ihren dicken Autos und ihren krassen Subwoofern: Sie sind die wahren Ausländer hier.

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