Donnerstag, 18. Dezember 2008

Feierabendbier im Hauptstadtclub

Genauso hab ich mir Schnöselparties in Berlin-Mitte immer vorgestellt.

Gestern nahm ich an einer Kennenlern-Party einer Online-Community teil. Diese fand statt in einem dreistöckigem Club, der verkehrsgünstig an meiner täglichen U-Bahn-Trasse gelegen war, weswegen ich gut mit dreien meiner Kollegen nach der Arbeit dorthin gehen konnte.


Wie es bereits die Einladung suggeriert hatte, war die Atmosphäre durchaus vornehm, was sich auch in den Preisen (4,50 EUR für ein Bierchen, 6 EUR pro Martini) niederschlug. Kaum einer der Anwesenden war jünger als 30, noch weniger älter als 50, an der Visitenkartenwand
prangten auffällig viele Duftmarken selbstständiger Kleinunternehmer (die sind ja naturgemäß besonders auf Netzwerken angewiesen).

Selbstredend hatten alle dieser wichtigen und weniger wichtigen Zeitgenossen, mir eingeschlossen, einen Anzug bzw. ein Kostüm an.

Auf dem Begrüßungszettel fand sich ein Regelwerk, was man beim Netzwerken beachten muss. Der Club, der Begriff Disko passt zu den Berliner Musiktempeln ja überhaupt nicht, war angenehm gestaltet. Es gab einen großen Tanzraum mit Sofaecken zum Kuscheln und eben
Netzwerken sowie einer Bar, eine Lounge mit nur Sofas, auf der Dachterrasse einen schönen Blick über die Bauruinen der Nachbarschaft und Heizstrahler sowie im ersten Obergeschoss ein Spielsalon, wo man kickern und fluppen konnte.

Hab ich jetzt auch genetzwerkt und die Wichtigen der Wichtigen kennen gelernt?

Nein, und zwar bewusst nicht.

Aber es war ein einigermaßen kostspieliges Feierabendbier.

Heute kommt Pedi, bin schon ganz aufgeregt und am Aufräumen und Putzen.

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